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Augenmigräne

Ein Thema, über das ich mit diesem Post etwas Klarheit schaffen möchte. Auslöser für diesen Post waren 2 Schübe neulich, nacheinander im Zeitraum von 2 Stunden.

Meine erste Erfahrung damit machte ich vor gut 8 Jahren. Damals arbeitete ich noch auf dem Stahlbau und ich befand mich in einer stressigen Zeit. Ich arbeitete morgens bis 01:00 Uhr und stand dann um 07:00 wieder auf der Matte.
Ich bekam ein Flimmern in den Augen und Blitze. Die optische Wahrnehmung verzerrte sich sehr und schränkte damit zusätzlich meine Motorik ein. Da ich dies nicht kannte, tat ich es als Kreislaufzusammenbruch ab und setzte mich kurzweilig in einen dunklen Raum, weil es sich dies «gut» anfühlte.

Als sich dies Monate später wiederholte recherchierte ich die Symptome und landete bei der Augenmigräne. Der Ablauf ist meistens so: Das Flackern in den Augen fängt an und es steigert sich in wenigen Minuten so hoch, bis fast nichts mehr erkennbar ist (vergleichbar, als ob man ständig fotografiert werden würde mit einem Blitzlicht). Die Augen schliessen oder mindestens Dunkelheit helfen sehr in diesem Moment.

Bei mir dauert so ein Schub in der Regel 30 Minuten und so schnell wie er gekommen ist, geht er dann auch wieder. Ganz wichtig: Migräne im Sinne von Kopfschmerzen sind kein Muss, auch wenn es so heisst. In meinem Fall hatte ich erst das letzte Mal Kopfschmerzen, da ich auch 2 Schübe hintereinander nicht kannte und dies dann doch kopflastig war.

Ansonsten bin ich gut geworden im Verstecken in solch einem Moment. Es ist schwierig, während eines Schubes jemandem den aktuellen Zustand zu erklären, zumal man seinem gegenüber nicht mal richtig in die Augen sehen kann. So kann natürlich dieses Verhalten auch fehlinterpretiert werden, was mir leider auch schon passierte. Menschen eben…
Zum Glück findet dies bei mir nur 2-4x pro Jahr statt aber ich dachte, es lohnt sich, die Welt wieder etwas mehr aufzuklären, was es so alles gibt 😊