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Mein Name ist Samy... und ich bin neutral

Da hat die Denkfabrik wiedermal ein interessantes Ergebnis ausgespuckt. Dass die aktuelle Lage etwas am brodeln ist, dürfte kaum jemandem entgangen sein.
Ein Thema löst/ergänzt das Nächste und die Masse macht mit. Da kommt es vor, das "verlangt" wird, Stellung zu beziehen oder besser den Mund zu halten.

Warum neutral?
Eine meiner Eigenschaften ist, dem Menschen zuzuhören und auf seine Aussagen einzugehen & Verständnis zeigen bzw. entwickeln.
Viele Menschen, viele Geschichten, viele verschiedene Ansichten.
Die letzten Monate arbeitete ich intensiv an mir selbst und bemerkte, dass ich mit Annahmen mein Sichtfeld einige Jahre eingeschränkt hielt. Gezielt änderte ich dies und rückte meinen Standpunkt gegenüber meinen Mitmenschen in eine Neutral-Stellung.

Damit öffneten sich viele Türen und gleichzeitig gab es auch Kritik. Sprüche wie "Stell Dich auf eine Seite" oder "Platziere Dich" häuften sich. Ebenfalls wenn ich online ein Gespräch abbrach, weil ich die Einstellung/Angriff des Gegenübers sah und ich gerade nicht verstand, wieso ich nun das Gespräch ins Positive lenken sollte, da Streiten nicht in meine Welt gehört.

Es gibt einen Unterschied zwischen diskutieren und streiten. Eine Diskussion fordert Informationen und Interesse, ein Streit zielt darauf ab, Recht zu behalten ohne Rücksicht.

Mittlerweile ist mein Standpunkt klar: Ich bin neutral!
Nur so gebe ich mir die Möglichkeit, auf jeden Menschen ohne Vorurteile einzugehen.
Schmunzelnd denke ich öfters an den Film "Constantin", wo der Barbesitzer einen Eid der Neutralität abgelegt hatte. Somit ist jeder willkommen in seiner Bar, wenn er sich an die Regeln hält!

Neutralität bedeutet nicht, dass ich keine bestimmte Meinung habe, nur sehe ich es nicht ein, beliebig Mitmenschen damit zu konfrontieren und ihnen
mein Weltbild aufzuzwingen. Ich tausche mich gerne da aus, wo wir voneinander lernen und uns nicht duellieren müssen. Stress & Ärger gibts genug!