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Erste Reihe in der Realität

Als aktiver Social-Media-Mensch sind unangenehme Videos und Berichte immer wieder anzutreffen. Der Amazonas und seine Einwohner, Tiermisshandlungen aller Art, Müll im Meer, Sonderabfälle, die in Mutter Natur auf jegliche Arten entsorgt werden u.v.m.

Zum Kotzen, wie lieblos Menschen funktionieren, oft aus Profitgier aber auch aus reiner Faulheit und Ignoranz.
Solche Bilder brennen sich bei mir ein und Nein, auch ich kann nichts gegen dagegen tun, nicht dort.

Das Thema ist nichts Neues. Wir teilen, posten und kommentieren, wie schlimm wir das alles finden. Damit ändern wir nichts, ausser das wir uns selbst ein gutes Gefühl geben!

Parallel reitet man dann wieder auf den doofen Veganern herum. Ja, sie können stressig sein aber, wer wirklich vegan lebt, der mindert Fleischkonsum und gerade die Amazonas Geschichte ist auch darauf abzuleiten. Mehr Anbaufläche für Getreide = mehr Fleischproduktion (es geht nicht immer ums Palmöl).

Doch hier hört wohl der Gedanke für Mutter Natur retten schon wieder auf. Die Abfallberge an unseren Festen, gerne auch grosszügig überall verteilt. Der liebe Raucher, der seine Kippe in der Natur entsorgt; ist ja nichts schlimmes. Woher wohl unsere Petflaschen kommen? Vielleicht entsorgen/recyclen wir diese besser doch die Produktion findet auch irgendwo statt. Hierzulande könnten wir andere Produkte als die von Nestlé kaufen und somit das Ausschlachten von ärmeren Ländern vermeiden. Made in China, das Thema ist so gross, sieh mal, wo Du das überall zu Hause hast! Unser Bedürfnis fürs Autofahren. Wir finanzieren die Öl-Partys von hier und auch unser Geld hilft in diesen Ländern den Reichen, das Volk in Schach zu halten!

Die Liste könnte ich beliebig erweitern und möchte nicht behaupten, dass ich besser bin. Doch an alle Gut-Mensch-Online-Weltverbesserer: Statt solche Dinge zu posten, kommt ins Tun. Tun hat immer mehr Erfolg, doch es fordert Veränderungen und vielleicht auch persönliche Aufopferung.

Unser Problem ist die Komfort-Zone. Ich möchte nicht alles schlecht reden doch manchmal fällt es schwer, nur das Positive zu sehen. Gerade wenn man sieht, dass wir es nicht schaffen, vor der eigenen Haustüre zu kehren. Ich bin davon überzeugt, dass es Kulturen gibt, die genau so Mitleid mit uns haben und uns gerne helfen möchten; bloss auf einer anderen Ebene.

Wenn Dich unsere Umwelt so belastet, dann ändere Dein Verhalten und weine nicht online! Solange wir nicht bereit sind, in kleinen Schritten Veränderungen anzustreben, solange dürfen wir keine grossen Veränderungen erwarten.

Auch eine einzelne, brennende Kerze in der Dunkelheit, kann viel bewirken 🕯

 

 

...ein paar Stunden später.
Der Text ist etwas in rage geschrieben worden aber ich lass ihn unverändert.....