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Ding Dong, die Post ist da

Was für ein Anblick, die Pakete von 2 Tagen. Auch für mich eine Seltenheit, gleich soviele auf einen Schlag zu kriegen aber es unterstützt meine Entscheidung, welche ich letzte Woche getroffen habe.

 

Damit Du diese Entscheidung nachvollziehen kannst, muss ich etwas weiter ausholen. Vor nicht ganz 10 Jahren entschied ich mich bewusst für einen Lebensstil, der meinen Materialismus in Grenzen hält. Bevor ich etwas kaufte, stellte ich mir die Frage: Brauche ich das wirklich?

 

Die Jahre in meinem Wohnwagen zeigten mir, dass wir mit wenig Materiellem sehr glücklich sein können. So erklärte ich auch meiner Familie und Freunden, dass ich keine Geschenke mehr möchte zu Weihnachten, Geburtstag oder sonst irgendwas. Als Gegenleistung machte auch ich zu diesen Anlässen keine Geschenke mehr. Ein Geschenk ist dann angebracht, wenn es jemand braucht und dafür muss kein Geburtstag abgewartet werden.

 

Mein Ziel damals, jedes Jahr einmal aufräumen und mehr Eigentum verschenken/verkaufen, als Neues anschaffen. Dies funktionierte lange Zeit gut. Doch seit diesem Jahr sind diese Regeln eingebrochen. Ein Teil ist mein Kleiderschrankwechsel. Mir gefällt es, mich anständig anzuziehen; jenes, was ich lange bei anderen belächelte.

 

Meine Luftmatratze ist nach 7 Jahren hinüber, es musste eine neue her für Festivals und zum auswärts schlafen. Das Netzteil meines Laptops gab ebenfalls den Geist auf, auch dies musste nachbestellt werden. Aus Dingen, die ich bis zum Schluss sorgfältig behandelte und neu brauchte/wollte, wurden mehr Dinge, die ich nicht wirklich brauche.

 

Die LED-Leiste für unter die Treppe, ok. Das 3. Ladekabel fürs Handy, wäre auch nicht nötig gewesen. Den Werkzeugkoffer erweitern, tolle Sache jedoch, diese neuen grossen Rohrzangen werden selten bis nie zum Einsatz kommen usw.

Klar, ich bestimme, wieviel ich brauche . Es ist mein Geld, dass ich verdiene. Jedoch fühle ich mich selbst etwas hintergangen und merke, dass tut mir so nicht gut.


Wie vieles kaufst Du, hast kurz daran Freude und dann landet es im Keller und Jahre später im Abfall? Das bin nicht ich und ich möchte da auch nicht weiter mitmachen (geschweige denn Produktion & Transport).

Bestimmt ahnst Du meine Entscheidung schon. Sobald alles eingetroffen ist, was bestellt wurde, lösche ich meine Accounts bei diesen Grosskonzernen, weil ich es schlichtweg nicht brauche. Ich habe mehr als genug!
Interessant ist diese Phase allemal gewesen. So schnell geht es vom Verurteilen zum Verurteilten.

 

Eine Lektion für mich!