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Ein Witz

Ein Pfarrer sinkt am frühen Morgen bei seinem Waldspaziergang im Moor ein.

Die Feuerwehr kommt angerückt und bevor sie helfen können, schreit der Pfarrer:
"Ich habe einen Gott, der mir hilft, geht weg!"

Etwas verwirrt zieht die Feuerwehr ab, erscheint aber am Nachmittag wieder. Der Pfarrer wiederholt sich erneut.

Am Abend kommt die Feuerwehr ein drittes Mal, doch der Pfarrer bleibt bei seiner Aussage.
Kurz darauf ertrinkt er.

 

Im Himmel angekommen, sagt er etwas wütend zu Gott:
"Warum hast Du mich nicht gerettet? Ich bin Dir immer treu gewesen und liess mir nichts zu schulden kommen."

Gott antwortet:
"Mein lieber Sohn. Mehr als 3x kann ich Dir die Feuerwehr nicht vorbeischicken!"

-Ende-

 

Über diesen alten Witz dachte ich etwas nach. Wir alle sind in der Pfarrer-Position.
Es existiert ein Glauben irgendeiner Art, an dem wir festhalten. Oft verknüpft mit ungeschriebenen Regeln und Vorstellungen.

 

Unsere Gesellschaft repräsentiert die Feuerwehr und das Moor können Situationen sein, in die wir ungewollt geraten und vielleicht alleine nicht lösen können.

 

Kann es sein, dass wir die Zusammenhänge nicht immer sehen wollen? Wir denken zu weit und unser Ego steht im Weg, Neues zuzulassen bzw. anzunehmen.

Das Leben treibt uns manchmal in Situationen, welche wir nicht alleine kontrollieren können und Hilfe annehmen sollten. Dies kann auf eine Art und Weise geschehen, die eben nicht unserem Denkmuster entspricht...

 

Darum, immer schön offen bleiben :)

 

Foto von Nate_Dumlao unsplash