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Es ist doch alles nicht so schlimm

Gestern beim Aufräumen, hatte ich genau diesen Satz im Kopf. Darum gings:

Menschen machen Fehler, Ich wie auch Du. Es liegt in unserer Natur, dass wir Fehler kategorisieren und nach ihrem Schweregrad einstufen. Ebenfalls auch das Denken, dass wenn Ich diesen Fehler mache, es «etwas anderes» ist, als wenn andere denselben Fehler machen.

 

Ein Teil meines Wesens sind Prinzipien. Für diesen Charakterzug ernte ich Lob wie auch negative Kritik. Nach dem Motto, werde etwas lockerer.

Was solche Menschen vergessen: Ich bin lockerer, wenn die Prinzipien da sind und eingehalten werden. Auf was ich jedoch hinaus möchte ist, dass ich früher andere Personen sehr schnell verurteilte, die gewisse Grenzen überschritten, welche ich als Fehler definierte.

 

Ich durfte/musste viele Dinge erleben, die mich über das Prinzip-Denken nachdenken liessen. Dieses Verhalten bei mir wird jedoch bleiben, Ich bin so! Ein Geschäft aufzubauen, ohne Prinzipien zu haben, sehe ich schnell als unmoralisch und das wäre nicht Ich; meine Ansicht.

 

Jedoch lernte ich, dass Fehler von anderen auch bei mir vorkommen und bei mir genau die gleichen Auswirkungen haben, wie bei anderen. Klar, jeder fasst dann eine Situation auch wieder anders auf aber innerlich ist dieses Wissen, dass man eigentlich genau das Gleiche tut, nur möchte man es schönreden.

 

Wenn Du jemanden verurteilst, bist du Dir sicher, dass Du genug weisst, um über das Handeln zu entscheiden, ob es gut oder schlecht war?

 

Wärst Du in gewissen Situationen froh gewesen, wenn Du alles hättest erzählen können, doch es war nicht möglich?

 

Mit vorzeitigem Verurteilen brechen Beziehungen auseinander. Wir erschaffen sofort eine grosse Lücke, die oft nicht zu schliessen ist.

Ich kann auch nicht alles nachvollziehen doch ich arbeite daran, zu zuhören und bin dann oft erstaunt, dass die Dinge ganz anders sind, als ich sie aus meinem Erfahrungsblick gesehen habe.