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Schreiberling

Dass ich gerne Texte verfasse, dürfte kein grosses Geheimnis mehr sein. Seit Kind schreibe ich ständig alles auf. Ich würde mich als den klassischen Tagebuch-Menschen bezeichnen.

Selbst mit 24 Jahren wusste mein Mitbewohner, dass ich erst ansprechbar bin, wenn mein Tagebuch-Eintrag gemacht ist. Lange Zeit auch noch handgeschrieben, gegen Schluss übte ich mich noch in Fraktur (Altschrift). Wenn’s mir recht ist, müssten es 10 vollgeschriebene Bücher sein.

Ich verbrachte in meiner Entwicklungsphase viel Zeit vor dem PC. Bier trinken und Texte schreiben, diese Kombi stand weit oben auf der Liste. Rückblickend bezeichne ich beides als Abschaltmöglichkeiten, da ich mich schnell von dem um mich herum überlastet fühlte.

Auch viele Textinhalte lassen mich heute etwas schmunzeln. Bei den meisten Zeilen kann ich mich noch gut an den Moment, das Gefühl, erinnern und wenn ich das jetzt lese, sehe ich in dem Text die wahre/eine andere Emotion. Spannend, seine eigene Werke Jahre später zu analysieren.

Zwischendurch bekommen heute noch Freunde und Familie einen längeren Text von mir, weil Briefe einfach etwas Schönes an sich haben. In einem gesunden Rahmen bin ich gerne etwas konservativ.

Aus einer langweiligen Nacht entstanden auch meine Memoiren durch die Tasten, eine ungewollte 8 Stunden Aktion mit etwas, das mir niemand mehr wegnimmt; eines von vielen.

Meine Gefühle, meine Worte, meine Wahrheit.

Zurzeit bin ich meine 8 Terra externen Festplatten am Ausmisten, deshalb ist dieses Thema gerade präsent. Das Zitat auf dem Bild stammt aus einem Brief an meine Mutter und ich kann diesen Satz immer noch unterstreichen (nur die Tragweite ist etwas grösser geworden). 😊