· 

Jahrzehnte langes Unwissen in weiss … und wir machen weiter!

In den letzten Jahren ist das Thema Milch immer populärer geworden. Meiner Meinung nach haben sich schon regelrecht 2 Fronten von pro und kontra gebildet.

 

Ein Standartsatz vieler Ärzte: Trinken Sie Milch, wegen dem Kalzium. Ist gut für die Knochen! Daran gibt’s kein Zweifel. Bei Osteoporose fehlt dem Körper Kalzium, also müsste Milch die ideale Lösung sein. So die Theorie.

 

Was ist Kuhmilch?

Ein Getränk für Kälber, welche bei ihrer Geburt zarte 35-45 kg wiegen (wie wir Menschenbabys halt). Das Muttermilch allgemein auf das Jungtier aus der gleichen Spezies abgestimmt ist, brauche ich hier wohl kaum zu erklären.

 

Was ist nun mit dem gesunden Kalzium in der Milch?

Vorab, Milch enthält ca. 160mg Calcium auf 100ml, was sich jetzt nicht sonderlichl abhebt von anderen Lebensmittel. Klar ist Calcium vorhanden aber da ist auch noch das liebe Phosphor in der Milch. Auch dies ist für unseren Körper wichtig, hat bei einem falschen Verhältnis jedoch die ironische Wirkung, dass es Kalzium aus den Knochen herauslöst. Das Phosphor-Calcium-Verhältnis in der Milch ist nicht für unseren Körper gedacht.

 

Wer einen gesunden Körper besitzt und mit der Milch nicht übertreibt, bei dem muss das nicht zwingend relevant sein. Aber, einer an Osteoporose erkrankter Person Milch zu empfehlen würde ich damit vergleichen, einem Alkoholiker nur noch raten Bier zu trinken, damit er die Finger von Schnaps lässt.

 

Alternative?

Sesam, Leinsamen, Amaranth, Mandeln, Petersilie, Grünkohl, Trockenfeigen, Rucola etc. und sogar Haselnüsse enthalten mehr Kalzium als Milch.

 

Fazit: Wir trinken ein «kalziumreiches» Getränk, dass genug Phosphat enthält, um Kalzium aus dem Knochen zu lösen, was wiederum Osteoporose fördert. Wir sind keine Kälber, das kann man drehen wie man möchte.

 

Das Thema Kalzium und Milch könnte man auf 100 Seiten detailliert trennen nach der Bioverfügbarkeit usw. doch ich denke, das Grundsätzliche ist damit erklärt.