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Ziele, Perfektion und Rückschläge

In letzter Zeit studierte ich des Öfteren über vergangenes nach. Von Tätigkeiten über Gedankenzüge und was sich so verändert hat.

 

Ich betrachte mich heute noch als eine Person, die ich ständig update & umprogrammiere. Es gibt Eigenschaften, die habe ich so angenommen, einfach weil ich so bin und das gut so ist. Aber auch andere Dinge sind dabei, die ich systematisch änderte oder noch dran bin. Manches braucht ein paar Jährchen aber irgendwo muss man ja anfangen🤗

 

Seit meiner Kindheit betreibe ich Sport. Da waren Leichtathletik, Judo, Schwimmen, Klettern, Skaten, Parcour, Kraftsport, BMX etc. Häufigster Ablauf: Mit Freude gestartet, angefangen sich zu konkurrieren, nicht so gut gewesen wie erwartet, Freude verloren, Sportart beendet 🙄

Mit diesem Wettbewerbsdenken ruinierte ich mir selbst sehr viel (nicht nur in Sachen Sport) und habe daher seit vielen Jahren nur eine Aussage zu diesem Thema. Macht es Spass, Ja oder Nein?


Mit diesem Schema bin ich bis hierher ganz gut gefahren aber aktuell befinde ich mich in einer Phase die sagt: Es ist nicht schlimm hinzufallen. Setze dir Ziele und lerne das Hinfallen!

 

Bestimmt hat jeder diesen Satz schon gehört: Hinfallen und wieder aufstehen. Die Theorie ist klar aber interessant wird’s, wenn man solche glorreichen Sätze verinnerlicht und deren Bedeutung spürt bzw. erlebt.

 

Mein Denken neigt zum Perfektionismus. Dies bringt mir viele Vorteile aber es erschwert auch einiges. Wenn ich dann etwas tat, MUSSTE es perfekt sein. Ansonsten wie erwähnt keine Lust, Anschiss, Selbstzweifel etc. Wenn man sich selbst zu ernst nimmt!

 

Ich bin dankbar, dass ich mein Ego heute etwas besser kennen darf und sogar stolz darauf sein kann, hinzufallen! Das zeigt, dass ich etwas versucht habe.

Klar, dieser Prozess dauert lange und ist wie alles ein stetiges dazulernen aber es lohnt sich.

 

Wenn wir aufhören, an uns selbst zu arbeiten, rotieren wir in unserem eigenen, kleinen System und sind nicht fähig, eine andere Sichtweise wahr zu nehmen, geschweige denn, diese Anzunehmen.