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Positive Nostalgie Part 1

Es ist ja nun mal so. Ich werde mindestens diese Woche im Spital bleiben und habe somit jede Menge Zeit. Da viele Musiker ihre besten Stücke in einer negativen Phase und im Drogenrausch geschrieben haben, versuche ich nun auch mein Glück (einfach anders), um meine Karriere in weiss voran zu treiben.

 

Mir geht es den Umständen entsprechend sehr gut und die Drogen sind halt Medikamente. Um dich jetzt nicht mit täglichen Selfies aus dem Spital-Bett zu langweilen ist mir eine andere Idee gekommen.
Ich suche ein Bild meiner Wahl aus dem Handy, mit dem ich etwas Positives verbinde. Es ist ja ganz wichtig für meine Genesung, mich selbst bei Laune zu halten (oder viele Medikamente zu nehmen, was auch nur oberflächlich nützt). 

 

Zum Bild des Tages:
Das sind Marcus und ich. Aufgenommen im Mai 2015 in Cabarete (Dominikanische Republik). Zuvor bin ich mit einer Freundin durch Ecuador und Kolumbien gereist. Cabarete sollte eigentlich nur ein Sprungbrett werden, für einen Anschlussflug nach Jamaika.

 

Angekommen in einem Hostel, dass etwas schlossähnliches hatte, mietete ich mich für die geplanten 2 Tage in einem 8er Schlafzimmer ein.
Vor Ort waren mehrheitlich Europäer. Slowakei, Deutschland, England, Dänemark, Holland, Italien und meine Vertretung für die Schweiz.
Die Stimmung untereinander war so grossartig, dass sich mehrere entschieden, etwas länger zu bleiben.


Die meisten sind Rucksackreisende gewesen, so wie ich und da nimmt man Zeit im Gepäck mit.
Der Morgen fing meistens so an, dass wir alle vor Sonnenaufgang ans Meer fuhren und auf den Surfbrettern den Tag begrüssten! Bis zu diesem Zeitpunkt stand ich weder auf einem Snowboard, Skateboard o. ä., daher musste ich erstmal die Basics lernen.
Letztens ging es mir nicht nur ums surfen, sondern um den Moment selbst. Sich dieses Recht herausnehmen zu können, so in den Tag zu starten, verbunden mit der Natur🙏

 

Wer schonmal die Karibik besucht hat weiss, was es dort alles für leckere Früchte direkt von den Bäumen gibt! Für sehr wenig Geld Natur Pur. Beim nächsten Strassenhändler anhalten, der steigt mit der Machete auf den Baum und bringt mir die Bananen frisch geerntet

Am Abend hiess es des Öfteren: Ab in den Ausgang an den Strand oder Alternativ, eine eigene Homeparty. Egal was gewählt wurde, es kam immer gut. Gerne wurde auch grosszügig für alle gekocht. Jeden für jeden.


Im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass viele nicht wussten, was ein Schweizer-Omelett ist. Die Verwirrung von Omelett, Pancakes & CO war zu gross, sodass wir einen Schweizer-Kultur-Abend veranstalteten. Marcus und ich bereiteten gut 50 Stück vor und auf dem Tisch standen passend Marmelade, Nutella, Zimt-Zucker und viele andere Süssigkeiten. An dem besagten Abend entstand dann auch dieses Foto 🙈

 

Fazit: Ich blieb fast 2 Monate an diesem wunderbaren Ort mit einer Truppe, die sich im Verlauf der Wochen so ergab. Eine sehr tolle Zeit, die mir gezeigt hat, dass man mit wenig Geld & etwas Abenteuermut Dinge erlebt, die im eigenen Land so nicht möglich wären.

 

Somit verliess ich diesen Ort mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich freute mich doch auch sehr aufs zurückkommen, weil ich hier meine Freunde und Familie habe, die mir genauso wichtig sind!