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Wie konnte es soweit kommen...

Meine erste Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung hatte ich mit 19 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt trainierte ich schon regelmässig im Fitnesscenter.


Wie es so der Standard ist, orientierte ich mich an den Kerlen mit den meisten Muskeln. Ich fiel ins Kalorien zählen und verfiel dem Proteinwahn, welcher in diesem Bereich leider zu stark zelebriert wird. Mein damaliges Gewicht war knappe 50kg, bei einer Körpergrösse von 173cm.

 

Mit 2kg gekochten Teigwaren und 180g Protein pro Tag war ich innerhalb eines Jahres bei einem Körpergewicht von 75kg. Mein Aussehen würde ich rückblickend als eine Mischung aus Muskeln und zu viel Fett bezeichnen. Oder kurz gesagt, optisch ein klar übersäuerter Körper.😕


Bis zu meinem 27. Lebensjahr hatte ich mit 4 Ernährungscoachs/Spezialisten zu tun. Mein Wunsch war, auf 70kg zu kommen. Mehrmalige 3-Monatsdiäten mit Salat, Poulet, Reis und viel Ausdauertraining zeigten einen Maximalerfolg von -2kg.

 

In dieser ganzen Zeit wies mich nicht einmal jemand auf den Säure-Basen-Haushalt hin. In Spitzenzeiten zeigte mir die Waage dann satte 78kg. Irgendwann hatte ich mich wie damit abgefunden, dass es mit dem Gewicht nicht weiter runter geht.

Durch einen 30-tägigen Versuch mit pflanzlicher Nahrung (sprich basisch), änderte sich einiges in meinem Körper. Meine Gelenkschmerzen in den Knien besserten sich rapide, mein Medikament für mein gerissenes Zwerchfell konnte ich um die Hälfte reduzieren und mein Schlaf verbesserte sich. So blieb ich dabei und verlor alleine mit dieser Umstellung in kurzer Zeit 10kg. 😍

 

Da ich seit längerem auf mein 30. Lebensjahr eine neue Ausbildung geplant hatte, drückte der Ernährungsberater schnell als Favorit durch. Wissen rund ums Essen wurde zu meinem Thema und ist es auch heute noch. Leider anerkennt die Schulmedizin den Säure-Basen-Haushalt bis heute nicht, wodurch meine Ausbildung über eine Naturheilpraktiker-Schule lief.


Kurz nach dem Start meiner Ausbildung merke ich, dass für mich gewisse Bausteine fehlen, um manche Zusammenhänge schliessen zu können. So entschied ich mich, parallel 150 Stunden Schulmedizin zu absolvieren.
Im Juli 2017 schloss ich beide Studiengänge erfolgreich ab. Es war ein schönes Gefühl, endlich 2 offizielle Diplome in der Hand zu halten und zu wissen, dass man seinem Traum wieder ein Stück näher gekommen ist. 

 

Schon während der Ausbildung spürte ich, dass eine Anstellung als Ernährungsberater nicht das richtige ist für mich. Ein eigenes Geschäft, eigene Erfahrungen, eigene Erfolge. Da wollte ich hin!

 

Meine erste Ausbildung war Polymechaniker, danach arbeitete ich auf CNC-Programmierung, als Betriebsmechaniker und letztens mehrere Jahre auf dem Stahlbau (wo ich heute zwischendurch noch anzutreffen bin).
Ich durfte in diesen Jahren selbst eine grosse Veränderung an mir feststellen und möchte jeden dazu ermutigen, seiner Passion zu folgen. Es gibt kein Scheitern, es ist ein ständiges dazu lernen.


Und wenn man es nicht versucht hat, wird man niemals wissen, ob es geklappt hätte! 😊❤️💪