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Weniger ist mehr?

Heute Morgen waren meine Gedanken bei Nepal. Vor 7 Jahren reiste ich mehrere Monate durch Asien und passierte dabei dieses Land. Meine Mitreisende und ich lebten etwa 4 Wochen dort.


Nepal planten wir damals nicht ein, aber nachdem wir uns in Indien mit einem Einheimischen anfreundeten und er uns in sein Land einlud dachten wir: Why not


Es ist vergleichbar mit der Schweiz, einfach alles grösser. Mehr Grünes, grössere Berge und verschiedene Wetterverhältnisse. Mir gefielen die Reisfelder so sehr, sie machten das Landschaftsbild idyllisch. 💚🧡

 

In einem Bergdorf besuchten wir Verwandte unseres Freundes durften dort auch die Schule besuchen. Es gab nur eine Klasse und die Kinder waren alle schön angezogen und freuten sich riesig, das zwei „weisse“ ihrem Unterricht folgten.
In dem Haus, in jenem wir lebten, bestand die Dusche aus einem Eimer und einer Wasserpumpe, wo man kaltes Wasser erst hochpumpen musste. Das Ganze im Freien, konnte bei Wind eine frische Dusche sein.


Die Einheimischen sind sehr gastfreundlich, für unsere Verhältnisse zu sehr. Jedes Mal wenn wir irgendwo eins trinken waren tauchten wieder Verwandte und Freunde auf und jeder wollte dann, dass wir bei ihnen noch Essen & Trinken kommen. Das wurde dann so eine Endlos-Spirale und eigene Zeit blieb uns praktisch nicht mehr. Eher unangenehm, ich brauche zwischendurch Zeit für mich.
Oft leben die Leute am Limit für Geld fürs Essen aber das, was sie hatten, teilten sie mit uns. Ohne danach die Hand aufzumachen, einfach aus reiner Freundlich- und Menschlichkeit. So was fasziniert schon. 🙂

 

Würdest du dein letztes Geld mit jemandem teilen, aus reiner Sympathie?


Und trotzdem schienen viele von ihnen ziemlich glücklich. Das erlebte ich schon in mehreren Ländern. Glücklich sein definiert sich nun mal nicht nur übers Portemonnaie. Genau so wenig wie Armut.